Rundbrief Ausbildung vom 10. April 2017

Fakten zur Regierungspolitik

Berlin, 10. April 2017

02 | 2017

Gute Berufsausbildung – gutes Geld

Für junge Menschen ist die Suche nach dem passenden Beruf eine der wichtigsten Fragen: Welcher Job entspricht meinen Interessen? Welche Tätigkeit macht mich auch langfristig glücklich? Im dualen Ausbildungssystem stehen heute rund 330 anerkannte Ausbildungsberufe von „A“ wie Anlagenmechaniker bis „Z“ wie Zahntechniker zur Verfügung. Die Stärke des deutschen Systems liegt darin, dass es Berufsschule und Praxis im Betrieb eng miteinander verbindet.Dass mit einer ordentlichen Ausbildung mehr Geld zu verdienen ist, hat gerade erst das Ifo-Institut in einer Studie festgestellt: Unter dem Strich bringt jeder höhere Abschluss über das gesamte Erwerbsleben zwischen 22 und 64 Prozent mehr Einkommen.
Auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sah es in seinem Kurzbericht 17 / 2016 so, dass Qualifikation sich auszahlt – wenn man dazu noch idealerweise auf seinem Qualifikationsniveau beschäftigt ist.
Hoher Stellenwert des deutschen Berufsbildungssystems auch international.
Bundeskanzlerin Merkel hatte Informationen zum dualen System der beruflichen Bildung in Deutschland auch für ihren Besuch bei US-Präsident Trump im Gepäck. Gerade im Übergang in der „Industrie 4.0“ seien Fähigkeiten, Training und Ausbildung von besonderer Bedeutung – „nicht nur für junge Menschen, sondern auch für die, die vielleicht arbeitslos geworden sind und noch
Training brauchen, um wieder in Arbeitsplätze zu kommen“, so die Kanzlerin.

Stabiler Ausbildungsmarkt 2016
Gerade hat die Bundesregierung den Berufsbildungsbericht 2017 im Kabinett beschlossen. Betrachtet man den Ausbildungsmarkt der letzten Jahre, so zeigt er ein hohes Maß an Stabilität. Das Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge blieb nahezu
konstant.
Da die Bewerberzahl leicht rückgängig ist, sind die Chancen für Schulabgänger auf einen geeigneten Ausbildungsplatz heute so gut wie seit 20 Jahren nicht. 100 Ausbildungsplatzsuchenden stehen rechnerisch 104,2 Ausbildungsangebote gegenüber.
Die Folge: Während die Zahl der unversorgten Bewerber erneut rückläufig ist, steigt die Zahl der unbesetzten betrieblichen Ausbildungsplätze.
Hier setzen viele Maßnahmen von Bundesregierung, Ländern, Wirtschaft und Gewerkschaften an. Sie reichen von der gemeinsamen Allianz für Aus- und Weiterbildung mit 28.100 zusätzlichen Ausbildungsplätzen über Bildungsketten, um Jugendlichen einen Abschluss zu ermöglichen bis zur Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes– früher bekannt unter Meister-BAföG.

Rückblick auf den Ausbildungsmarkt des Jahres 2016

Berufsbildungsbericht 2017: Gute Chancen auf attraktiven Ausbildungsplatz

Die duale Berufsausbildung ist eine zentrale Säule des wirtschaftlichen Erfolges Deutschlands. Während Schulabgänger zwischen immer mehr Ausbildungen wählen können, fällt es Betrieben schwer, geeignete Bewerber zu finden. Über die aktuelle Entwicklung informiert der Berufsbildungsbericht 2017. Das Kabinett hat ihn am 5. April 2017 beschlossen.

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Bilanziert: Junge Geflüchtete im Übergangsbereich angekommen

Die Zahl der Anfänger im Übergangsbereich von der Schule in die Ausbildung ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf Programme zum Erlernen der deutschen Sprache für jugendliche Geflüchtete und Zugewanderte zurückzuführen. Gerne genutzt wird das Berufsvorbereitungsjahr (+45,4 Prozent). Dies geht aus dem Datenreport 2017 des
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, der verabschiedeten Berufsbildungsbericht 2017 ergänzt.

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Die Top-10-Ausbildungsberufe 2016

Auch 2016 wurde wieder mehr als ein Drittel aller neuen Ausbildungsverträge in zehn Berufen abgeschlossen. Alter und neuer Spitzenreiter in der Rangliste ist die / der Kauffrau/-mann für Büromanagement. Rund 28.700 Jugendliche haben diesen Beruf gewählt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Zahlen zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen mit
Stichtag 30. September 2016 erhoben.

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Duale Berufsausbildung Rückgrat der Fachkräftesicherung

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Sitzung am 10. März 2017 in Bonn den Entwurf des Berufsbildungsberichts 2017 beraten und eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet. Darin würdigt der Hauptausschuss den Bericht als einen „guten und umfassenden Überblick über den Stand der beruflichen Bildung in Deutschland“ und betont, „dass
das System der dualen Berufsausbildung nach wie vor das Rückgrat der Fachkräftesicherung in Deutschland ist“.

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Allianz für Aus- und Weiterbildung: Duale Ausbildung hat Zukunft!

Die Spitzen der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben bei ihrem jährlichen Treffen eine Zwischenbilanz gezogen. Ihr Fokus lag auf den Themen Qualität und Attraktivität der dualen Ausbildung sowie deren Integrationskraft. Ein zentrales Anliegen ist im vergangenen Jahr bereits mit dem Integrationsgesetz auf den Weg gebracht worden: ein gesicherter Aufenthalt für Geduldete während und unmittelbar im Anschluss an die duale Ausbildung.

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Lebensentgelt steigt mit beruflichen Anforderungen

Das durchschnittliche Brutto-Lebensentgelt steigt mit den Anforderungen, die in einem Beruf zu erfüllen sind. Eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung unterscheidet vier Niveaus: Sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigte Experten verdienen im Durchschnitt über das gesamte Erwerbsleben hinweg mehr als Spezialisten oder als Fachkräfte.
Sie verdienen mehr als doppelt so viel wie Helfer.
In bestimmten Berufen – beispielsweise in der IT-Branche – können Fachkräfte sogar höhere Brutto-Lebensentgelte erreichen als Experten in anderen Berufen.

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Mehr Einkommen durch gute Ausbildung

Jeder höhere Abschluss über das gesamte Erwerbsleben bringt zwischen 22 und 64 Prozent mehr Einkommen. Das geht aus einer Studie des ifo Instituts München hervor. So liegt das Lebenseinkommen mit einer abgeschlossenen Lehre durchschnittlich 143.000 Euro netto über dem von Menschen ohne Berufsausbildung. Gegenüber einer Ausbildung erzielt ein Meister oder Techniker durchschnittlich 129.000 Euro netto mehr, ein Fachhochschulabsolvent 267.000 Euro und ein Universitätsabsolvent 387.000 Euro.

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International anerkannt und interessant: Das deutsche System der dualen Berufsausbildung

Merkel spricht mit Trump auch über berufliche Bildung

Am 17. März hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den US-Präsidenten Donald Trump in Washington besucht. Merkel verwies darauf, dass gerade im Übergang von der klassischen zur digitalen Industrieproduktion, der „Industrie 4.0“, Fähigkeiten, Training und Ausbildung von besonderer Bedeutung seien – „nicht nur für junge Menschen, sondern auch für die, die vielleicht arbeitslos geworden sind und noch Training brauchen, um wieder in Arbeitsplätze zu kommen“. Dieses Thema spiele in beiden Staaten eine große Rolle.

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Gemeinsame Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Trump in Washington am 18. März 2017

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Bundesregierung stärkt internationales Engagement in der dualen Ausbildung

Die Ministerien in der Bundesregierung, die sich mit beruflicher Bildung befassen, verzahnen ihre Zusammenarbeit. Für die internationale Zusammenarbeit hat sich das als erfolgreich erwiesen. Bundesbildungsministerium, Auswärtiges Amt, Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit zogen Bilanz.

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Aktionsplan für die deutsch-französische berufliche Mobilität

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eines der Fundamente der europäischen Einigung. Über persönliche Erfahrungen hinaus stärkt sie den europäischen Arbeitsmarkt. Arbeitnehmer können ihre beruflichen Ziele entwickeln und neue Kompetenzen erwerben. Mit dem Aktionsplan für die deutsch-französische berufliche Mobilität möchten die Regierungen Deutschlands und Frankreichs das Entstehen eines echten europäischen Arbeitsmarktes fördern.

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Filmwettbewerb: Auszubildende als Botschafter dualer Ausbildung

Köche, Fleischer, Industriemechaniker – junge Mediengestalter haben in verschiedenen europäischen Ländern Filme über die duale Berufsausbildung gedreht. Das Bundesbildungsministerium hat den Wettbewerb gefördert. Gewonnen haben Katharina Witte, Lisa
Wallner und Caroline Schneider. Sie sind ein Team von drei angehenden Mediengestalterinnen aus dem Kreis Lippe. Ihr Film bringt uns Auszubildende in der Slowakei näher.

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Praktische Informationen zur Berufswahl

Kampagne durchstaaten.de wirbt für Ausbildung im Öffentlichen Dienst

Ob nach Studium, Ausbildung oder direkt nach der Schule: Bund, Länder und Kommunen beschäftigen mehr als 4,6 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst. Damit ist er nicht nur der größte Arbeitgeber in Deutschland, sondern auch der mit den meisten Standorten. Chancen in rund 130 Berufen von „A“ wie Altenpflege über „I“ wie Informatiker bis „Z“ wie Zimmerer bietet der Öffentliche Dienst. Bund, Länder und Kommunen haben eine Kampagne für die Ausbildung gestartet.

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(… und nein, dass muss nicht durchstarten.de heißen!)

Für eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees

Das Web-Portal www.klischee-frei.de ist online gegangen. Es unterstützt alle, die am Berufswahlprozess beteiligt sind. Dabei zählen allein die Stärken und Interessen der Jugendlichen – frei von Geschlechterklischees.

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Kleine Unternehmen bei der Ausbildung unterstützen

Das Bundesbildungsministerium unterstützt kleine Betriebe bei der Ausbildung. Über JOBSTARTER plus stellt das Ressort rund 7,6 Millionen Euro aus eigenen Mitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit. Die ersten von insgesamt 18 Projekten starteten im März 2017.

„Klein- und Kleinstbetriebe müssen eine wesentliche Säule der dualen Berufsausbildung in Deutschland bleiben. Gerade sie stehen aber in einem harten Wettbewerb mit mittleren und größeren Unternehmen um die sinkende Zahl der Schulabgänger. Hier setzen wir mit dem Programm JOBSTARTER plus an und unterstützen diese Unternehmen bei der betrieblichen Ausbildung. Damit
wollen wir dazu beitragen, dass sich wieder mehr Klein- und Kleinstbetriebe an der Ausbildung beteiligen“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
Gefördert werden Projekte, die Klein- und Kleinstunternehmen in bestimmten Regionen und Branchen dabei beraten und unterstützen, erstmalig oder wieder Ausbildungsplätze anzubieten.

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Infotelefon zur Weiterbildung

Ein Anruf genügt: Ein neuer Telefonservice weist Bürgerinnen und Bürgern den Weg zur passenden Weiterbildung.

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Zukunftssicher durch Qualifizierung

Der technologische und strukturelle Wandel verändert Berufsbilder, Anforderungen und Standards. Deshalb sind Umschulungen, Weiterbildungen sowie Aus- und Wiedereinstiege Teil einer neuen Normalität. Welche Qualifikationen werden wir in Zukunft brauchen? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist dieser Frage im Rahmen des Dialogprozesses Arbeiten 4.0 nachgegangen.

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Zum Gestalten da: die Arbeitswelt von morgen

Bei der 4. BMBF-ZukunftsNacht diskutierten Bürgerinnen und Bürger mit Bundesforschungsministerin Wanka über die Zukunft der Arbeit.

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Tipps und Termine

BWP 1/2017 Pflegeberufe

BWP 1-2017 Gesellschaftliche Megatrends wie demografischer Wandel, Fachkräfteengpässe und -migration sowie Digitalisierung und Akademisierung sind im Pflegebereich besonders virulent.
Welche Veränderungen ergeben sich daraus für die Fachkräftequalifizierung?

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BWP 2/2017 Berufsbildung 4.0

BWP 2-2017 Die Folgen der rasant zunehmenden Digitalisierung lassen sich nur schwer abschätzen. Wie verändern sich Berufe und welche Kompetenzen werden künftig in der Arbeitswelt
4.0 gebraucht?

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Der „Rundbrief Ausbildung“ enthält vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung zusammengestelltes Informationsmaterial zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Die Darstellung erfolgt in einer redaktionell überarbeiteten, komprimierten Form mit Hinweisen auf weitergehende Recherchemöglichkeiten und Bezugsquellen.

Der „Rundbrief Ausbildung“ wird ausschließlich im Internetangebot der Bundesregierung www.bundesregierung.de publiziert. Er kann per E-Mail unter folgendem Link abonniert werden: zum Abo.

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