Die Gärtnerei der Schulfarm Insel Scharfenberg im Lockdown

Mit kurzen Unterbrechungen wird die Gärtnerei seit einem Jahr nicht mehr von den Schülerinnen und Schülern genutzt. Das ist bedauerlich, aber aus Gründen der Gerechtigkeit nicht zu vermeiden gewesen.
Die Gärtnerei wird überwigend von Projekten - das sind themenbezogene fächerübergreifende Unterichtseinheiten über ein Schuljahr - und den Bio-ProfilKlassen genutzt.
Die Projekte und Profile sind praktisch gestrichen. Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 wurden die Projekte und Profile noch gestartet, wurden dann aber mit dem 2. Lockdown eingestellt.
Dies fiel in die arbeitsarme Zeit einer Gärtnerei, wenn man davon absieht, dass natürlich Pflanzen gegossen, gepflegt, Werkzeug und Einrichtung gepflegt, gewartet und repariert werden muss, Gehölzschnitt durchgeführt wird und die Planung für die kommende Vegetationsperiode erstellt werden muss.

Wie soll man also den Anspruch und die Notwendigkeit des Betriebs einer Gärtnerei an einem Gymnasium rechtfertigen?

Natürlich: Irgendwann ist die Pandemie ja mal vorbei.
Natürlich: Eine Gärtnerei ist kein Motor, den man abstellen kann.
Analogisch: Home-Schooling geht, warum dann nicht auch Home-Gardening!

Gesagt getan: Ich stelle Kits zusammen, die aus einem Brocken Kokossubstrat, einer Tüte Saatgut, 4 Töpfen, einem Beutelchen Dünger und einer Betriebsanleitung bestehen. Nach der Anleitung können die Schülerinnen und Schüler ihre kleine Plantage auf der Fensterbank anlegen, es gibt -natürlich- eine Video-Anleitung mit Erklärungen.

Einiges an Feedback habe ich schon bekommen, aber die Kommunikation über die Lernplattform sdui ist recht einseitig. Zu vernehmen ist, dass die Schülerinnen und Schüler (SuS) mit Aufgaben zugeknallt werden und nicht mehr hinterherkommen. Die Projektzeit wird jetzt für eine Art Vertiefungsunterricht in den Kernfächern genutzt.

Fortsetung folgt.

Kommentarfunktion ist deaktiviert