Newsletter Inselgärtnerei Scharfenberg 49/17

Was ist neu?
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49.KW
04.12.-08.12.17

Werkzeuge

Der ”Werkzeugschuppen” sah die letzten Monate aus wie eine Rumpelkammer. Damit ist jetzt Schluß. Wir haben aufgeräumt und ausgemistet. Jedes Werkzeug hat jetzt seinen Platz und diese Plätze sind auch bezeichnet mit Name und Abbildung.
Die Schülerinnen und Schüler, die in der Gärtnerei arbeiten und dafür Werkzeug benötigen, können sich ihr Werkzeug holen und müssen es nach Gebrauch gereinigt wieder an den Platz zurückbringen, von wo sie es geholt haben. Ist ja auch selbstverständlich.
Der ”Werkzeugschuppen”, der ja eigentlich ein Teil des Gärtnerhauses ist, wird noch ein wenig umgebaut, damit alle Werkzeuge sicher verstaut werden können.
Die ”Gartenlaube” ist dagegen ein extra Häuschen hinter dem Gärtnerhaus. Hier werden einTeil der Maschinen und Werkzeuge gelagert, die nicht zum allgemeinen Gebrauch für die Schülerinnen und Schüler bestimmt sind. Hier ist keine Selbstbedienung erlaubt, weil die Werkzeuge entweder zu gefährlich oder zu empfindlich sind.
Für alle Werkzeuge gilt, dass sie ”bestimmungsgemäß verwendet” werden; Also ein Spaten nicht als Brechstange verwendet wird, sondern zum Graben und Umgraben.
So werden wir Euch immer wieder Hinweise geben, welches Werkzeug Ihr für welche Arbeiten verwenden sollt.
Vielleicht wird hier auch an dieser Stelle mal ein besonderes Werkzeug vorgestellt.

aktuell
Es blüht! im Winter! Der Jasmin! Genauer: der Winterjasmin, Jasminum nudiflorum blüht jetzt gelb am Gärtnerhaus, vorn an der Ecke. Leider ein ganz unscheinbares Pflänzchen, es hat sich nicht durchsetzen können gegen das wuchernde Grün und die trockene Lage unter der Dachtraufe.

Jasminum nudiflorum
Bild: Jasminum nudiflorum © Thomas Lamp 2009.

Jasminum nudiflorum, der lateinische Artname sagt nudi = nackt und florum = Blüte, also ohne Laubblätter blühend, obwohl die Art durchaus wintergrün sein kann.
Die Pflanze kommt ursprünglich aus den nördlichen Provinzen Chinas. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist es auch in Mitteleuropa verbreitet. Anders als seine tropischen Verwandten duftet der Winterjasmin nicht. Er ist ein sogenannter Spreizklimmer, mit Stützen, auf denen er seine Zweige abstützen kann, ”klimmt” er durch ab-”spreizende” Triebe nach oben und kann so Höhen von 3 Metern errei­chen.
Vermehrt wird er durch Stecklinge von krautigen Sommertrieben im Juni-Juli; Stecklinge gleich in Töpfe oder Container stecken.
Die Pflanze braucht eine geschützte Lage (warm) und lockerer humoser Boden begünstigt das Wachstum.
Die Art wurde erstmals beschrieben von John Lindley (1799-1865), der als als Vater der modernen Orchideenkunde gilt, weil er eine Klassifizierung erstellt hat.

Ausblick
Adventszeit

von adventus Domini, lat. für Ankunft des Herrn, Beginn des neuen Kirchenjahres.

4. Dezember (Barbaratag):
Nach einer alten Tradition werden am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie geschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara von Nikomedien mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
Daneben gibt es den Barbaraweizen, der am Barbaratag auf einem Teller ausgesät wird und bis Weihnachten aufsprießen soll. Dieses „winterliche Grün“ ist als Teller-Saat oder Adonisgärtlein bekannt.

Baustellen/Projekte:
– Wege im Forschergarten
– Entenstall
– Frühbeetkästen
– Rekonstruktion Physikgarten
– Wiederherstellung eines Frühbeetkastens
Neugestaltung der Traufe am Gewächshaus

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