Newsletter Inselgärtnerei Scharfenberg 49/17

4. Dezember 2017

Was ist neu?
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49.KW
04.12.-08.12.17

Werkzeuge

Der ”Werkzeugschuppen” sah die letzten Monate aus wie eine Rumpelkammer. Damit ist jetzt Schluß. Wir haben aufgeräumt und ausgemistet. Jedes Werkzeug hat jetzt seinen Platz und diese Plätze sind auch bezeichnet mit Name und Abbildung.
Die Schülerinnen und Schüler, die in der Gärtnerei arbeiten und dafür Werkzeug benötigen, können sich ihr Werkzeug holen und müssen es nach Gebrauch gereinigt wieder an den Platz zurückbringen, von wo sie es geholt haben. Ist ja auch selbstverständlich.
Der ”Werkzeugschuppen”, der ja eigentlich ein Teil des Gärtnerhauses ist, wird noch ein wenig umgebaut, damit alle Werkzeuge sicher verstaut werden können.
Die ”Gartenlaube” ist dagegen ein extra Häuschen hinter dem Gärtnerhaus. Hier werden einTeil der Maschinen und Werkzeuge gelagert, die nicht zum allgemeinen Gebrauch für die Schülerinnen und Schüler bestimmt sind. Hier ist keine Selbstbedienung erlaubt, weil die Werkzeuge entweder zu gefährlich oder zu empfindlich sind.
Für alle Werkzeuge gilt, dass sie ”bestimmungsgemäß verwendet” werden; Also ein Spaten nicht als Brechstange verwendet wird, sondern zum Graben und Umgraben.
So werden wir Euch immer wieder Hinweise geben, welches Werkzeug Ihr für welche Arbeiten verwenden sollt.
Vielleicht wird hier auch an dieser Stelle mal ein besonderes Werkzeug vorgestellt.

aktuell
Es blüht! im Winter! Der Jasmin! Genauer: der Winterjasmin, Jasminum nudiflorum blüht jetzt gelb am Gärtnerhaus, vorn an der Ecke. Leider ein ganz unscheinbares Pflänzchen, es hat sich nicht durchsetzen können gegen das wuchernde Grün und die trockene Lage unter der Dachtraufe.

Jasminum nudiflorum
Bild: Jasminum nudiflorum © Thomas Lamp 2009.

Jasminum nudiflorum, der lateinische Artname sagt nudi = nackt und florum = Blüte, also ohne Laubblätter blühend, obwohl die Art durchaus wintergrün sein kann.
Die Pflanze kommt ursprünglich aus den nördlichen Provinzen Chinas. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist es auch in Mitteleuropa verbreitet. Anders als seine tropischen Verwandten duftet der Winterjasmin nicht. Er ist ein sogenannter Spreizklimmer, mit Stützen, auf denen er seine Zweige abstützen kann, ”klimmt” er durch ab-”spreizende” Triebe nach oben und kann so Höhen von 3 Metern errei­chen.
Vermehrt wird er durch Stecklinge von krautigen Sommertrieben im Juni-Juli; Stecklinge gleich in Töpfe oder Container stecken.
Die Pflanze braucht eine geschützte Lage (warm) und lockerer humoser Boden begünstigt das Wachstum.
Die Art wurde erstmals beschrieben von John Lindley (1799-1865), der als als Vater der modernen Orchideenkunde gilt, weil er eine Klassifizierung erstellt hat.

Ausblick
Adventszeit

von adventus Domini, lat. für Ankunft des Herrn, Beginn des neuen Kirchenjahres.

4. Dezember (Barbaratag):
Nach einer alten Tradition werden am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie geschnitten und ins Wasser gestellt. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara von Nikomedien mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
Daneben gibt es den Barbaraweizen, der am Barbaratag auf einem Teller ausgesät wird und bis Weihnachten aufsprießen soll. Dieses „winterliche Grün“ ist als Teller-Saat oder Adonisgärtlein bekannt.

Baustellen/Projekte:
- Wege im Forschergarten
- Entenstall
- Frühbeetkästen
- Rekonstruktion Physikgarten
- Wiederherstellung eines Frühbeetkastens
Neugestaltung der Traufe am Gewächshaus

Newsletter Inselgärtnerei Scharfenberg 48/17

26. November 2017

Was ist neu?
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48.KW
27.11.-02.12.17

Pflanzenetiketten

Die Inselgärtnerei (wie die ganze Insel Scharfenberg) beherbergt einen ganzen Schatz an Pflanzen

Um dies auch zu markieren, werden die Pflanzen mit Schildern und Etiketten be­zeichnet.

Es gibt aufwändig gestaltete, farbige Schilder mit näheren Bezeichnungen wie Verwendung, Familie und Gruppenzugehörigkeit wie z.B. ”Sorten und Züchtungen” und einfache Etiketten mit dem Namen.

Neue Pflanzenetiketten werden mit einem ”QR-Code” versehen, den man mit einer App auf dem Smartphone einscannen kann. Mit diesen Angaben wird man meist auf den Interneteintrag der Pflanze bei Wikipedia geleitet, wo es detaillierte Informationen zu der Pflanze gibt.

Diese Beschilderung soll auf die ganze Insel ausgeweitet werden, da es viele seltene Gehölze zu entdecken gilt.

Letzte Woche, am 21.11.2017 hätte Carl August Bolle seinen 196. Geburtstag gefeiert.
1867 kaufte er von der Familie v. Humboldt die Insel Scharfenberg in Berlin. Hier erbaute er 1883 eine Villa und legte einen Dendrologischen Garten (Arboretum) an. Die Villa wurde 1951 abgerissen, doch haben sich einige von ihm gepflanzte Bäume erhalten. Sein Grab befand sich auf dem Berliner Matthäikirchhof. Das Grabmal steht heute auf der Insel Scharfenberg.

Die drei Apfelbäume sind gepflanzt:

3 Äpfel für Scharfenberg

aktuell

Diese Woche steht alles im Zeichen des bevorstehenden ”Tages der offenen Tür” Wir wollen natürlich die Inselgärtnerei im besten Licht präsentieren, was aufgrund der Jahreszeit schwerfällt.
Aber auch der Herbst bietet schöne Aspekte eines Gartens. Verblüte Blütenstände (Samenstände) der Pflanzen bieten aufgrund ihrer Struktur interessante Motive.

Diese Aspekte hervorzuheben und die Gärtnerei ”aufzuräumen” ist die Hauptaufgabe dieser Woche.

Da die Inselgärtnerei mit mir als Gärtner einen ”Neustart” macht, gibt es ein paar Baustellen, die sicher noch bis zum Frühjahr Bestand haben werden:

• Wegebau im Forschergarten

Wegebau im Forschergarten

• Bau von Frühbeetkästen
• Neuanlage Kräutergarten
• Beerenobst-Spalier
• Umgestaltung der Außenanlage des Bienenhauses
• Rekonstruktion Physikgarten

Außerdem werden wir das Gewächshaus in einen kleinen ”Showroom” mit Verkaufs­ständen umgestalten.

Natürlich suchen wir HelferInnen, die kleine Aufgaben übernehmen könnten.

Thomas Lamp
Inselgärtner

Newsletter Inselgärtnerei Scharfenberg 47/17

26. November 2017

Was ist neu?
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47.KW
20.11.-24.11.17

Apfelbäume

Celler Dickstiel
Spätblüher, widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. Pollenspender: nein (tripioid). Befruchtersorten sind: Goldparmäne, Jonathan, Renetten oder 2-3 andere gute Pollenspendersorten, wie z. B. auch Croncels, Klarapfel, James Grieve.
Größe: mittelgroß, rundlich. Fruchtschale: Grundfarbe grüngelb bis silbergrau, marmoriert, Deckfarbe sonnenseits matte bis zinnoberrote Streifen. Fruchtfleisch und -geschmack: weiß, schaumig, erfrischende Säure, angenehmes, würziges Aroma. Pflückreife: Anfang bis Mitte Oktober. Genußreife: Dezember bis Januar. Lagereigenschaft: im Normallager bis Februar, im Kühilager bis März . (Kreuzer)
Der ‘Celler Dickstiel’ ist eine alte Tafelapfelsorte, die unter anderem auch als ‘Krügers Dickstiel‘ bekannt ist. Sie soll vor 1850 in Mecklenburg entstanden sein, von wo aus sie anschließend nach Niedersachsen gelangte.[3] Die Sorte wurde 2002 Streuobstsorte des Jahres in Norddeutschland.
Den Beinamen „Farbenschachtel“ bekam der ‘Celler Dickstiel’ aufgrund der Vielzahl an Farbschattierungen, die die Schale des Apfels annehmen kann.
(Wikipedia)

Weißer Matapfel
Der Weiße Matapfel, auch Würz-Apfel, Weißer Würzapfel, Tiefbutzen, Stielapfel, Cromelor oder Spätblühender Matapfel genannt, ist eine Sorte des Kulturapfels (Malus domestica).
Der Weiße Matapfel ist eine typische Kelterapfelsorte, deren saftreiche Früchte mit ihrem süßsäuerlichen Weingeschmack auch heute noch für die Apfelwein-Herstellung geschätzt werden. Der für die Kelterung wichtige Zuckergehalt liegt bei 14 %, der Säuregehalt bei 9 g je Liter.
Der Weiße Matapfel entstand als Zufallssämling um etwa 1810 in Süddeutschland, wo er heute noch vereinzelt kommerziell angebaut wird. Er zählt zu den anspruchslosen und klimatisch sehr robusten Sorten, die außerdem noch widerstandsfähig gegen Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs sind. Aufgrund seines starken Wachstums mit den breit-kugelförmigen Kronen und überhängenden Zweigen wurde er früher gern entlang der Straßen und Wege gepflanzt. Er ist außerdem eine typische Sorte des Streuobstanbaus.
(Wikipedia)

Buchwald Edel
Über diesen Apfel ist noch nichts bekannt. Er wird hier nochmal in einem Extrablatt vorgestellt.

aktuell
Diese Woche pflanzen wir 3 neue Apfelbäume, die wir auf dem Apfelfest der Fanny-Hensel-Grundschule bekommen haben.
Wegen der Wildschweine werden sie massiv ”eingepackt”. Das sieht zwar nicht schön aus, aber die Bäume sollen ungestört anwachsen können.

Wir werden die ersten Adventsgestecke vorbereiten. Im Handel werden sogenannte ”Römer” aus Stroh und Kunststoff verwendet. Wir verwenden nur Naturmaterialien und kompostierbaren Eisendraht.

Letzte Woche haben wir es nicht geschafft, am Forschergarten zu arbeiten. Diese Woche werden wir die Bettungsschicht einbauen und schon ein kleines Stück Weg pflastern.

Auch das Gewächshaus soll besser gegen die Kälte geschützt werden. Deswegen bekommt es eine ”Unterhose” aus Luftpolsterfolie. Das sieht auch nicht schön aus, spart aber Energie. Die Luftpolsterfolie ist bis zu 12 Jahren wiederverwendbar, wenn sie sachgerecht behandelt wird.

Am Sonnabend, den 02. Dezember 2017 von 11:00 bis 16:00 findet wieder der “Tag der offenen Tür” mit Weihnachtsmarkt statt. Die Inselgärtnerei beteiligt sich mit Getränkeausschank (Kaffee und Quittennektar), Verkauf von Adventsgestecken und Zimmerpflanzen, Sämereien und Naturprodukten.

Wir veranstalten noch ein Pflanzenkundequiz und eine Versteigerung.

Newsletter Inselgärtnerei Scharfenberg 46/17

12. November 2017

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46.KW
13.11.-17.11.17

Was ist neu?
Im August wurde der Schulgarten der Carl-Legien-Oberschule in Neukölln geschlossen. Einen großen Teil des Bestandes übernahm die Peter-Lenné-Schule in Zehlendorf und die August-Sander-Schule in Friedrichshain.

Die Inselgärtnerei Scharfenberg bekam Frühbeetkästen, diverse Töpfe, Labormaterial, Ausstattungsgegenstände, einen Rasenmäher, Werkzeuge, ganz viele Pflanzen und einen Einachsanhänger.

In den nächsten Wochen werden wir das Material in unseren Bestand eingliedern.

Neu ist auch ein Aufbewahrungsort für die Tomatenstäbe. Einige Schülerinnen und Schüler werden sich daran erinnern, dass sie sich an den Tomatenstäben im Gewächshaus unter den Tischen gestoßen haben. Das ist nun vorbei. Die Tomatenstäbe werden neben dem Topflager aufbewahrt.

Aus den gepressten und getrockneten Pflanzenteilen wurden Lampions geschmückt. Saatgut wurde in Tüten abgepackt und beschriftet. Das Saatgut wird jetzt auch in einem eigenen Schrank aufbewahrt, den wir aus dem Schulgarten der Carl-Legien-Oberschule bekommen haben. Das Saatgut wird noch alphabetisch sortiert.

aktuell
Auch diese Woche arbeiten wir wieder schwerpunktmäßig im Forschergarten. Da das mit der Steine-Kette so gut funktioniert hat, machen wir das diese Woche gleich noch einmal.

Wir werden die Bettungsschicht einbauen und schon ein kleines Stück Weg pflastern

Das Kerzengießen hat gut geklappt, das machen wir diese Woche auch wieder.
Dann wollen wir noch Naturmaterialien für die Adventsgestecke sammeln. Ein paar Beispiele haben wir hier hingehängt.

Wir müssen darauf achten, dass das Material schnell trocknet. Wenn es feucht gelagert wird, schimmelt es und dann können wir es nicht mehr verwenden.

Weitere Arbeiten:

    - Wolle waschen und kämmen
    - Laub beseitigen
    - Kompostpflege
    - Beete säubern
    - Etiketten reinigen
    - Töpfe sortieren
    - Kräuter topfen
    - Aufräumungsarbeiten
    - Wilde Steinlager in der Gärtnerei auflösen
    - Werkzeug sortieren
    - Pflanzflächen säubern und mulchen
    - und noch viel mehr….

Ausblick im November

Am Sonnabend, den 02. Dezember findet wieder der Weihnachtsmarkt statt. Die Inselgärtnerei beteiligt sich mit Getränkeausschank (Kaffee und Quittennektar), Verkauf von Adventsgestecken und Zimmerpflanzen, Sämereien und Naturprodukten.

Wir veranstalten noch ein Pflanzenkundequiz und eine Versteigerung.

Dazu suchen wir noch Helfer, die sich in den Plan an der Gewächshaustür eintragen können.

Weitere geplante Arbeiten/Projekte:

    - Entenstall
    - Frühbeetkästen
    - Hecken verpflanzen
    - Obstbäume pflanzen
    - Pflege Prachtstaudenbeet
    - Schmetterlingsbeet
    - Steingarten
    - Heidegarten
    - Inselteich
    - Tomatendach
    - Beerenobst-Spalier
    - Umgestaltung der Außenanlage des Bienenhauses
    - Rekonstruktion Physikgarten
    - Überarbeitung und Erweiterung Obstwiese (Wiesenfläche begradigen, Obstbäume in den Außenbereich)
    - Umgestaltung der Beete am Gärtnerhaus (Neuordnung, Hecken?)
    - Wiederherstellung eines Frühbeetkastens
    - Neugestaltung der Traufe am Gewächshaus

Rundbrief Ausbildung 03 | 2017 erschienen

10. November 2017

Der Ausbildungsmarkt 2017: stabil - mit großen regionalen und beruflichen Unterschieden

Medaillen für Deutschland in Abu Dhabi
Wenn aus einem Land die zweitbesten Betonbauer oder Wassertechnologie-Fachleute weltweit kommen, dann muss das ein gutes Zeichen für das System der Berufsausbildung sein. Was junge Menschen erreichen können, wenn sie einen Beruf in Deutschland erlernt haben, war jüngst in Abu Dhabi zu besichtigen. Bei den Berufsweltmeisterschaften schnitt das deutsche Team hervorragend ab. In 51 Disziplinen verglichen sich vom 15. - 18. Oktober die jungen Fachleute.
Dabei holten die Stahlbetonbauer Medin Murati und Timo Schön aus Bayern die Silbermedaille.
Das gelang auch Patrick Gundert aus Rheinland-Pfalz im Demonstrationswettbewerb “Water Technlogy” (Wassertechnologie). Der 17-jährige Jonas Wanke aus Berlin erreichte Bronze bei “IT Software Solutions for Business” (Informationstechnologie-Lösungen im Geschäftsleben). Bronze gab es auch für Autolackierer Jonas Heinze aus Hessen.

Ungleichgewichte regional und in einzelnen Berufen
Die Bilanz für den Ausbildungsmarkt 2016/17 ist stabil - so fasst es Bundesagentur für Arbeit-Vorstand Raimund Becker zusammen. Angebot und Nachfrage zeigten sich nahezu ausgeglichen. Auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen kamen 105 gemeldete Bewerber.
Es gibt allerdings erhebliche regionale und berufsfachliche Ungleichgewichte. Sie haben sich gegenüber den Vorjahren verstärkt.
Seit 1. Oktober 2016 haben insgesamt 547.800 Bewerber bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern Hilfe für die Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch genommen. Praktisch genauso viele wie im Vorjahr - obwohl es weniger Schulabgänger gab.
Von Oktober 2016 bis September 2017 wurden insgesamt 549.800 Berufsausbildungsstellen gemeldet, ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum (+2.800). Der überwiegende Teil sind betriebliche Ausbildungsstellen; sie verzeichnen ein leichtes Plus von 4.100 auf 521.900.
Allerdings waren in Süddeutschland, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und im Saarland deutlich mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet. Im Gegensatz dazu fehlten betriebliche Ausbildungsstellen vor allem in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Bewerber für Bäckerei und Fleischerei fehlen
In einigen Berufen ist die Chance auf eine Ausbildungsstelle deutlich höher als in anderen. So fehlten Bewerber vor allem für Hotel- und Gaststättenberufe sowie für viele Handwerksberufe, zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk und im Lebensmittelverkauf - namentlich Fleischerei und Bäckerei - in der Orthopädie- und Rehatechnik oder in Bau- und Ausbauberufen. Das gegenteilige
Bild zeigt sich in Büro- und Verwaltungsberufen, in der Kfz-Technik, der Informatik oder in der (Zahn-)Medizinischen Fachassistenz. Hier überwiegt das Interesse der Bewerber die Zahl der vorhandenen Stellen.

BA-Vorstand Becker bleibt optimistisch in puncto Nachvermittlung: “Wenn Bewerber auch Alternativen jenseits ihres Traumberufes in Erwägung ziehen und Betriebe sich hinsichtlich nicht ganz so guter Kandidaten offen zeigen, bin ich optimistisch, dass in der
Nachvermittlungszeit noch Ausbildungsverhältnisse zustande kommen”.

Abkommen mit 19 Ländern
Die internationale Vorbildwirkung des deutschen Berufsbildungssystems belegen auch mehrere bilaterale Abkommen: 19 Länder - von Costa Rica bis Griechenland - haben mit dem Bildungsministerium Abkommen geschlossen. Denn eines scheint klar: Eine gute Berufsausbildung mit betrieblichem und schulischem Anteil steht für eine geringe Arbeitslosigkeit. Darüber und über andere interessante Themen zur beruflichen Ausbildung sind hier Informationen zu finden.

Bilanz des Ausbildungsmarkts 2017/18

Fleischereien und Bäckereien fehlt Nachwuchs

Die Lage am Ausbildungsmarkt zeigte sich im Jahr 2016/2017 stabil. Angebot und Nachfrage waren rein rechnerisch nahezu ausgewogen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz fielen jedoch nach Region, Berufswunsch oder Qualifikation verschieden aus. So lautet die Bilanz der Bundesagentur für Arbeit.

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Handwerk punktet bei Auszubildenden

Fast 4.000 Jugendliche mehr als im Vorjahr (plus 2,9 Prozent) haben bis zum 30. September 2017 eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Insgesamt schlossen die Handwerksbetriebe 135.038 neue Ausbildungsverträge.
Wer weiter sucht: rund 19.000 Ausbildungsplätze sind noch zu besetzen - viele davon in Ostdeutschland.

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Lehrstellen im Handwerk finden: #Einfach machen mehr

Berufseinstieg verläuft reibungslos für die meisten Ausbildungsabsolventen

Rund zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen werden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Die meisten kommen nahtlos in Beschäftigung - ohne arbeitslos zu werden. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung analysierte die Daten von mehr als 15.000 Ausbildungsabsolventen in den Jahren 2013 und 2014.

IAB-Studie

Berufsberatung an Schulen intensivieren

Die Bundesagentur für Arbeit will Schülerinnen und Schüler kontinuierlich bei der Berufsorientierung beraten und begleiten. Dabei sollen die moderne Kommunikationswege, zum Beispiel Soziale Medien, mehr genutzt werden. Außerdem sollen Berufsberater stärker an den Schulen präsent und auch für Eltern erreichbar sein.

Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung neu ausgerichtet

Berufs-Weltmeisterschaften 2017 in Abu Dhabi

Silber und Bronze für deutsches Team

Silbermedaillen gewannen die Stahlbetonbauer Medin Murati und Timo Schön sowie Wassertechnologe Patrick Gundert. Bronze holten der 17-jährige Schüler und Software-Entwickler Jonas Wanke und Autolackierer Jonas Heinze. Außerdem brachten die besten deutschen Talente 19 Exzellenzmedaillen von der Berufs-Weltmeisterschaft aus Abu Dhabi nach Hause. Mit ihrem Können
zeigten sie, wie hochwertig das deutsche duale Bildungssystem ist. Die Bundeskanzlerin war Schirmherrin der deutschen Nationalmannschaft.

Deutsches Nationalteam freut sich über Auszeichnungen

Junge Talente zeigen Stärke der dualen Berufsausbildung

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Duale Berufsbildung weltweit gefragt

19 Länder weltweit fördern die berufliche Bildung nach deutschem Vorbild

Das deutsche Modell der beruflichen Bildung findet international immer mehr Nachahmer, steht es nicht zuletzt für eine geringe Jugendarbeitslosigkeit. Das Bundesbildungsministerium unterstützt 19 Staaten dabei, Berufsbildungskonzepte zu entwickeln und einzuführen. Partner sind zum Beispiel Griechenland, die Slowakei, Mexiko, die USA, Indien, Costa Rica und Tunesien.

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Weltweit Kontakte knüpfen für Anbieter von Weiterbildung

Die vom Bundesbildungsministerium gegründete Initiative iMOVE unterstützt deutsche Weiterbildungsanbieter dabei, im Ausland Kontakte zu knüpfen. Praxisbeispiele zeigen, wie Auszubildende, Berufsschullehrer und Ausbilder in Indien oder Kolumbien nach deutschem Vorbild geschult werden.

iMove: Training – Made in Germany

Strategie der Bundesregierung zur internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung

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Anerkennung ausländischer Qualifikationen

23.000 Anträge auf Berufsanerkennung im Jahr 2016

2016 wurden über 23.000 Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gestellt, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 19.200 Antragsteller (+15 Prozent) bekamen eine volle oder teilweise berufliche Anerkennung.

Potenzial internationaler Fachkräfte nutzen

Anerkennungszahlen des Statistischen Bundesamtes

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Tausendste Förderzusage für Anerkennungszuschuss

Ohne den Anerkennungszuschuss hätte Maria Gradinaru aus Spanien das Anerkennungsverfahren nicht bezahlen können. Mit der Anerkennung in der Tasche hofft sie auf einen besseren Arbeitsplatz und bessere Bezahlung. Neun von zehn Antragstellern erhalten eine Förderzusage für den Zuschuss. Die Förderung läuft noch bis zum 30. September 2019.

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Bildungsabschlüsse von Flüchtlingen

Flüchtlinge brauchen Sprachkenntnisse und Berufsabschlüsse, um in Arbeit zu kommen

Fast zwei Drittel der Geflüchteten, die Arbeitslosengeld-II erhalten, haben keinen Berufsabschluss. Bei den Beratungs- und Vermittlungsangeboten der Jobcenter steht der Abbau von Sprachdefiziten an erster Stelle. Die meist jungen Flüchtlinge sind aber hoch motiviert. 64 Prozent haben einen Integrationskurs besucht, zehn Prozent einen berufsbezogenen Deutschkurs. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat 2016 rund 500 syrische und irakische Flüchtlinge befragt.

IAB-Kurzbericht: Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten im SGB II

Flüchtlinge haben Schul-, aber kaum Berufsabschlüsse

64 Prozent der Geflüchteten geben an, einen mittleren oder weiterführenden Schulabschluss zu besitzen. Allerdings haben 72 Prozent keinen Berufs- oder Hochschulabschluss. Um auf dem deutschen Arbeitsmarkt anzukommen, wollen 42 Prozent eine Berufsausbildung machen, 25 Prozent wollen studieren.

Repräsentative Erhebung von IAB, BAMF und SOEP

Tipps und Termine

Kleine und mittlere Unternehmen für Ausbildung 4.0 fit machen

Mit der Broschüre “Ausbildung im digitalen Wandel” informiert das Bundesbildungsministerium über neue Projekte des Programms Jobstarter Plus. Diese machen kleine und mittlere Unternehmen fit für die digitale Ausbildung: mit Methodik und Didaktik, neuem Ausbildungsmarketing oder Zusatzqualifikationen. Die Broschüre gibt einen Überblick über geförderte Projekte, damit sich
Betriebe vor Ort mit ihnen vernetzen.

Broschüre “Ausbildung im digitalen Wandel” (PDF)

Deutschlandweit Azubis finden

Wie können kleine und mittlere Unternehmen motivierte und interessierte junge Azubis auch aus weiter entfernten Regionen gewinnen? Wie und wo können sie suchen? Welche finanzielle Unterstützung gibt es fürs Vorstellungsgespräch, für Miete, Lebensunterhalt und Heimfahrten? Wie kann man jungen Azubis helfen, damit sie im Betrieb und in der neuen Umgebung heimisch
werden? Informationen dazu gibt es in der Ratgeber-Broschüre des Bundesbildungsministeriums.

Broschüre “In die Ferne schweifen”

Ausbildung in Teilzeit - Möglichkeiten zur Finanzierung des Lebensunterhaltes

Mitunter absolvieren junge Eltern und Jugendliche, die Angehörige pflegen, eine Berufsausbildung in Teilzeit.
Dabei reicht die Teil-Ausbildungsvergütung nicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Deshalb können sie staatliche Leistungen beantragen. Die Broschüre informiert über die gesetzlichen Regelungen zur Teilzeitausbildung, über Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungsstellen.

Broschüre “Ausbildung in Teilzeit”

Broschüre des Bildungsministeriums: “Nachhaltig im Handel(n)”

Unternehmen, berufliche Schulen und überbetriebliche Berufsbildungsstätten können angehenden Kaufleuten konkret vermitteln, nachhaltig zu wirtschaften. Das fängt bei der Auswahl des Sortiments und der weltweiten Produzenten an und reicht bis zur Kundenberatung. Die Broschüre gibt Tipps für die Ausbildungspraxis.

Broschüre “Nachhaltig im Handel(n)” (PDF)

BWP 5 -2017: Karriere im Betrieb

In vielen Berufen ergeben sich durch Zusatzqualifikationen und Aufstiegsfortbildungen attraktive Karrieremöglichkeiten. Wie unterstützen und fördern Betriebe ihre Beschäftigten bei der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung? Die Zeitschrift BWP befasst sich mit Karrieremöglichkeiten für beruflich qualifizierte Fachkräfte und richtet dabei den Blick besonders auf Modelle und Konzepte in KMU.

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Der “Rundbrief Ausbildung” wird ausschließlich im Internetangebot der Bundesregierung www.bundesregierung.de publiziert. Er kann per E-Mail unter folgendem Link abonniert werden: zum Abo.