Gartenschauen 2016 - noch hinfahren

26. Juli 2016

Landesgartenschau Öhringen
vom 22. April bis 09. Oktober Landesgartenschau in Baden-Württemberg.

Landesgartenschau Eutin
vom 28. April bis 3. Oktober in Schleswig-Holstein.

Landesgartenschau Bayreuth
vom 22. April bis 09. Oktober in Bayern.

Bewertungen und Beurteilungen

26. Juli 2016

Wie eine Leistung bewertet, beurteilt und benotet wird, kennen wir aus der Schule.

Zahl Note Punkte Beschreibung
1 sehr gut 15–13 wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht.
2 gut 12–10 wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
3 befriedigend 09–7 wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
4 ausreichend 06–4 wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.
5 mangelhaft 03–1 wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
6 ungenügend 00 wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

Eine Arbeit wird auch bei nicht erbrachter Leistung mit ungenügend benotet.

Tabelle von Wikipedia

Weitere schulische Benotungssysteme können auch dort verfolgt werden, bis hin zu den an Berufskollegs gebräuchlichen Leistungstabellen:

100 % bis einschl. 92 % = Note 1
unter 92 % bis einschl. 81 % = Note 2
unter 81 % bis einschl. 67 % = Note 3
unter 67 % bis einschl. 50 % = Note 4
unter 50 % bis einschl. 30 % = Note 5
unter 30 % bis einschl. 0 % = Note 6

Was hier anzumerken wäre, ist die Benutzung der Termini “Sehr gut”, “gut”, “befriedigend”, “ausreichend”, “mangelhaft” und “ungenügend”. Diese Prädikate haben eine sehr persönliche Ansprache und haben nichts mit dem Bewertungsgedanken zu tun, der definiert werden sollte über vorhandene Kenntnisse oder Leistungen und nicht vorhandene Kenntnisse und/oder Leistungen. Wie schon oben beschrieben sollten eher die Leistungen oder - noch besser - die vorhandenen Fertigkeiten und Kenntnisse beurteilt werden. Dabei ist der jeweilige Ausbildungsstand zugrunde zu legen.
Dazu möchte ich auf den Katalog berufsbezogener Personenmerkmale hinweisen. In diesem Katalog werden in 19 Bereichen circa 250 standardisierte leicht verständliche Personenmerkmalen definiert. Es werden in der Regel jeweils drei Störungs- und drei Ressourcegrade auf einer Skala von -3 bis +3 beschrieben.
Im gebräuchlichen Benotungssystem wird davon ausgegangen, das die Leistung “sehr gut” das Optimum darstellt und nicht zu übertreffen ist. Dies ist jedoch nicht angemessen. In der beruflichen Bildung ist davon auszugehen dass eine Leistung die voll erbracht wird der Standard ist. Darüber hinaus muss es aber auch eine Beurteilung geben, wenn der geforderte Standard überschritten wird, z.B. bei Unterschreitung der Zeitvorgabe. Ausprägungen von Stufe –3 bis +3 sind mit Störungen und mit Ressourcen ausgeschrieben. Wichtiger ist jedoch dass die Stufe Null der Standard ist also dass die geforderte Leistung oder Merkmalsausprägung voll erreicht wird.
Insgesamt ergeben sich damit die folgenden Ausprägungen eines Merkmals:
-3 schwere Störung
-2 mittlere Störung
-1 leichte Störung
0 keine Auffälligkeit, keine Störung, keine Ressource
+1 leichte Ressource
+2 mittlere Ressource
+3 starke Ressource

Diese Diagnosen beziehen sich überwiegend auf die Beurteilungen im Assesment Center oder in der sozialen Ausprägung.

Wenn man vom Fehlen einer Leistung - oder vom Nichtvorhandensein einer Kenntnis - von “schlecht” spricht, ist das gleichbedeutend mit “böse”?
Dafür:
Wenn ein Schüler (Kind auch noch) nicht geübt hat, vieleicht faul war, oder die Sache nicht verstanden hat, hat es zuwenig geübt, um diesen Mangel auszugleichen oder hat nicht gefragt, um es zu verstanden. Es sollte doch wissen, dass man Übung braucht! Es hat aber nicht geübt, und das ist schlecht.
Dafür:
Das Kind kann es nicht. Natürlich nicht, es ist ja eine neue Sache, die es können muss. Damit es nicht zu anstrengend ist, geht das Kind lieber mit der Wand Fußball spielen (das andere Kind übt ja gerade).
Dagegen:
Wenn es nicht übt, dann weiß es nicht, wie man etwas üben soll, was man nicht versteht. Wenn die Rechenaufgabe verstanden würde, könnte es ja üben. Es fragt lieber nicht, um sich nicht den Vorwurf der Nichtahnung einzuhandeln: “Das verstehst du nicht?! So schwer ist das ja nicht!” Also muss man schauen, wie man es erklärt, damit es nicht den Eindruck bekommt, es würde für faul - denkfaul - gehalten. Also ist es nicht gleichbedeutend mit “schlecht” oder “böse”, wenn ein Kind etwas noch nicht kann oder nicht gelernt hat.
Deswegen ist ein Schüler nicht schlecht, weil er etwas nicht kann oder weiß, sondern es fehlt ihm was. Und wer ist dafür zuständig, einem Schüler etwas zu geben, was ihm fehlt?
Genau.

Hecken

25. Juli 2016

Hecken erfüllen viele Aufgaben und können für viele Zwecke eingesetzt werden. In der freien Landschaft sind Hecken Rückzugsraum nür Tiere und Insekten, die wir heute allgemein als Nützlinge betrachten. Sie dienen als Erosionsschutz, als lebende Zäune, als Klimafaktor, als Schattenspender oder als Obstanlage. In unserer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft haben sie oft auch die Funktion als ökologischer Ausgleich zur Intensivnutzung der Ackerflächen und verbinden Ökosysteme miteinander.
In Parks und Gärten haben Hecken aber eine andere Aufgabe: Sie teilen Räume, schützen vor neugierigen Blicken, bieten Vögeln Nistplätze und Nahrung im Winter, schützen vor Wind, Staub und Sonne oder sind einfach nur schön anzuschauen.
Während in Parks und in der freien Landschaft die Hecken frei wachsen düfen und nur alle paar Jahre gezähmt oder verjüngt werden, sind die Hecken in der Stadt häufig in eine Form geschnitten: die Formhecken.
Sie beanspruchen weniger Raum als freiwachsende Hecken und müssen deswegen auch häufiger geschnitten werden, um dicht zu werden und in der Form zu bleiben. Der Schnitt erfolgt 2 mal im Jahr, bei Bedarf auch öfter.
Vor der Pflanzung ist der Grenzverlauf festzustellen, um spätere Rechtsstreitigkeiten mit den Nachbarn zu vermeiden. In der Regel verständigt man sich mit den Nachbarn über Abstand und Höhe.
Pflanzzeit ist in der Vegetationsruhe, also von Ende Oktober bis April. Pflanzen im Container kann man ganzjährig pflanzen, wenn die Wasserversorgung gesichert ist.
Die Arbeitsschritte:

  • eine Schnur spannen, die den Kern der Hecke festlegt.
    • Aushub des Pflanzgrabens mindestens 1,5 mal so breit wie der Wurzelballen der Pflanze
    • Die Grabensohle lockern
    • Verbesserung des Aushubs mit Komposterde oder organischen Düngern
    • Schnitt der Wurzeln: Die Wurzelspitzen werden abgeschnitten - allerdings hat die Wissenschaft festgestellt, dass die Pflanzen mehrheitlich ohne Schnitt der Wurzeln besser anwachsen
    • Auslegen und fixieren der Pflanzen
    • Pflanzen ausrichten
    • Erde einfüllen - dabei auf die Höhe und Richtung der Pflanzen achten
    • Erde andrücken - mit dem Fuß leicht antreten
    • Pflanzen ggf noch einmal ausrichten
    • Gießmulde (Gießrand) herstellen
    • wässern - einschlämmen: es sollen die Wurzeln Bodenschluss bekommen: von Erde allseitig umhüllt sein
    • Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile auf 1/2 oder 1/3 der Höhe - bei Nadelgehölzen und bei Pflanzen mit Ballen nur auf eien Höhe und Breite schneiden. Falls Notwendig, auch zwischen die Pflanzen die Triebe einkürzen.
  • Welche Pflanzen?
    Gattung, Art, Sorte
    Acer campestre
    Berberis thunbergii
    Buxus sempervirens
    Carpinus betulus
    Chamaecyparis pisifera ‘Plumosa’
    Cornus mas
    Crataegus laevigáta
    Fagus sylvatica
    Larix decídua
    Ligustrum ovalifolium
    Ligustrum vulgare
    Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’
    Ligustrum vulgare ‘Lodense’
    Picea abies
    Prunus laurocerasus ‘Herbergii’
    Pyracantha coccinea
    Pyracantha coccinea ‘Bad Zwischenahn’
    Pyracantha coccinea ‘Kasan’
    Ribes alpinum
    Spiraea x vanhouttei
    Symphoricarpos albus
    Taxus baccata
    Thuja occidentalis

    Man kann auch die Arten mischen, sollte dann aber darauf achten, dass mehrere Arten einer Art zusammenstehen, weil sonst die Hecke zu “unruhig” wirkt. Da die Pflanzen auch ineinander wachsen, entsteht leicht auch ein verwilderter Eindruck. Die Arten sollten auf die Wuchskraft abgestimmt werden, damit die schnellwachsenden die langsamen nicht erdrücken.

    Darüber hinaus kann man natürlich auch weitere Gehölze für eine geschnittene Hecke verwenden, wenn auch die Pflanzen nicht allen Kriterien für eine vollkommene Hecke erfüllen. Bei der Forsythie oder beim Falschen Jasmin schneidet man regelmäßig die Blütentriebe ab oder die Pflanzen kahlen unten auf. Dies kann auch bei den oben genannten Baumarten passieren, wenn sie zu dicht gepflanzt werden oder älter werden.

    Freiwachsende Hecken in der Landschaft bestehen zum größten Teil aus heimischen autochthonen Gehölzen, die durch weitere Arten ergänzt werden können. Kriterien zur Pflanzung wären:
    • dornige oder stachelige Triebe
    • Fruchttragend
    • trockenheitsresitent
    • breite Standortamplitude
    • heimische Arten
    • wenig oder keine Wurzelausläufer treibend
    • Wurzeldruck von anderen Arten vertragend

    In Frage kommen: (heimische Arten von)
    Acer, z.B. campestre
    Aronia (melanocarpa)
    Carpinus betulus
    Crataegus (monogyna, prunifolia, laevigata)
    Lonicera xylosteum
    Prunus spinosa, avium, domestica, armeniaca, mahaleb
    Rubus fruticosus, idaeus, caesius, chamaemorus
    Ribes
    Hippophae
    Ligustrum
    Malus
    Morus
    Pyrus
    Rhamnus
    Rosa
    Sambucus
    Sorbus
    und viele andere Arten.
    Am besten lässt man sich in einer Baumschule vor Ort beraten. Wer streng auf Naturschutz und Authentizität achtet, nimmt Pflanzen autochthoner (aus der Umgebung stammende) Herkunft.

    Zum Schluß noch eine Prüfungsfrage:
    Ein Grundstücksbesitzer ist ein Anhänger von Schnitthecken. Für die unten angegebenen fünf Bereiche seines Grundstückes wünscht er sich fünf verschiedene Heckenpflanzen.

    Nennen Sie je zwei Heckenpflanzen (vollständige botanische Namen für die angegebenen Bereiche und beachten Sie bei der Auswahl die besonderen Wünsche/Vorgaben des Besitzers!

    Bereiche / Vorgaben:
    a) Grundstücksgrenze zum Sportplatz
    Wünsche: Hecke über drei Meter Höhe; immergrün, damit die Besucher des Sportplatzes nicht auf das Grundstück schauen können

    b) Grundstücksgrenze links zum Nachbarn
    Wünsche: Hecke bis 150 cm Höhe; sommergrün

    c) Grundstücksgrenze rechts zum Fußweg
    Wünsche: Hecke über 300 cm Höhe; sommergrün

    d) Einfassung Terrasse
    Wünsche: Hecke bis 50 cm Höhe; sommergrün

    e) Einfassungen Rosenbeet und Staudenbeet
    Wünsche: Hecke bis 50 cm Höhe; immergrün

    Viel Spaß!

    100% Organische Fledermausdünger

    1. Februar 2016

    gesehen auf der IPM 2016 in Essen:

    100% Organische Fledermausdünger

    besteht aus:

    (zutreffendes bitte ankreuzen)

    Blutmehl
    ich habe Batmans Donnerbalken gefunden
    aus dem 4 Untergeschoss von Schloss Bran

    Lavandula angustifolia

    24. November 2015

    Lavandula angustifolia