updated June 2000







Wir nahmen also 4mm Vorsatzschalung und 10er-Kantholz und bauten daraus die übliche Schalung, wobei wir aber auf eine durchgehende Verspannung verzichten mussten; das Becken sollte ja dicht bleiben. Zuerst bildete die Aussenschalung kein Problem, war sie doch einfach mit Schnureisen zu verankern. Die Innenschalung dagegen warf Probleme in Bezug auf die Verankerung auf, sodass wir uns entschlossen, erst den Boden des Beckens zu giessen. Dazu wurden die Armierungseisen eingelegt und verrödelt, dann die Dehnungsfugenbänder eingemessen und eingelegt und anschliessend gegossen.
Jetzt hatten wir eine massive Grundlage für die Innenschalung, die wir mit 14x160 Schrauben am Teichboden befestigten. Zunehmend machte sich Frustration breit, weil die Abmessungen an einer Stelle immer wieder durch Korrekturen an anderer Stelle verändert wurden. Jetzt machte auch die Aussenschalung wieder Probleme, weil sie nicht durchgehend im Lot befestigt war. Nachdem wir mit etlichen Kanthölzern und Schnureisen nachgeholfen haben, stand einem Giessen des ersten Viertels nichts mehr im Wege.
Nach dem Ausschalen beschlossen wir, die Schalhaut durch 8mm Schalungsvorsatz zu ersetzen und die Zwanghölzer zu ersetzen. Ferner wurde die Verankerung der Aussenschalung verdoppelt und zusätzliche Keile eingebaut.
Gross war auch die Spannung beim Giessen, ob die Schulung hält, mit Erleichterung stellten wir fest, dass diesmal sich bis auf die Abdichtung an der Arbeitsfuge nichts mehr bewegte. Verdichtet wurde der Beton mit Aussenrüttlern, die durch zwei Schlagbohrmaschinen imitiert wurden.

Die Schalung wurde insgesamt fünf mal verwendet; das Wasserbecken wurde in 4 gleiche Teile eingeteilt, die Arbeitsfugen haben gleichzeitig die Funktion von Dehnungsfugen. Dazu wurde ein Dehnungsfugenband eingebaut. Die Arbeits- und Dehnungsfuge ist geschlossen konzipiert, d.h. sie ist geschlossen einbetoniert.
Mit jedem Guss wurde das Ergebnis besser, sodass wir uns entschlossen, den verunglückten ersten Teil wieder abzureissen und neu zu bauen. So hatten wir am Ende 5 Viertel gebaut....
Zum Traditionsfest waren wir also fast fertig, das Wasserbecken konnte zumindestens eingeweiht werden. Dies besorgten der Bürgermeister von Treptow, Herr Siegfried Stock, der Bezirksstadtrat Herr Stahr, der Dekan der mathematischen naturwissenschaftlichen Fakultät I Professor J.P. Raabe, der Leiter der Arbeitsgruppe Botanik und Biologie Didaktik Professor Wiedenroth, der Kustos des Späth-Arboretums der Humboldt-Universität, Dr. Paul Brückner und die Technische Leiterin des Späth-Arboretums der Humboldt-Universität, Frau Heidrun Kostial. Angestossen wurde mit einem guten Glas Sanddornsaft. In vier Stunden war das Becken voll (mit Wasser, nicht mit Sanddornsaft...).

Die letzte Herausforderung ist die sogenannte Aufkantung, eine Tropfnase innen und aussen, der obere Abschluss des Beckenrandes, der auch noch nach innen geneigt ist. Diese Aufkantung schalten wir extra ein.
Die Schalung wurde aus 15mm dicken und 30mm breiten Leisten hergestellt, die den Rundungen entsprechend exakt angepasst werden konnten. Der Grund wurde mit Haftkleber vorbehandelt und der Betonmischung ein Schnellbinderzusatz zugefügt.
Wir danken dem Späth-Arboretum für das entgegengebrachte Vertrauen, denn es war bis zum Beginn der Arbeiten nicht klar, ob wir erfolgreich sein würden.

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